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Zeremonien des Lebens

HINDUISMUS

Sanatana Dharma oder Hinduismus

Den meisten Hindus ist gar nicht bewusst, dass sie Hindus sind, denn der Ausdruck „Hinduismus“ wurde von den Europäern für die indische Religion erfunden, die es als solche eigentlich nicht gibt.

Die Inder selbst sprechen im Hinblick auf ihre Spiritualität lieber von der „ewigen Ordnung“. In Sanskrit heißt diese „Sanatana Dharma“. Damit ist eine allumfassende kosmische Ordnung gemeint, die alles Leben bestimmt.

Der Hinduismus kennt in diesem Sinn keine Glaubenswahrheiten, die gelehrt werden und an denen sich die Gläubigen orientieren könnten. Vielmehr geht es um das richtige Handeln.

Karma

Der Hinduismus setzt sich aus verschiedenen Religionsformen zusammen, die jedoch alle den Glauben an das „ewige Weltgesetz“, das Karma, gemeinsam haben. Nach diesem Weltgesetz besitzen alle Lebewesen schon seit Ewigkeiten existierende Seelen, die im Lauf der Zeit lediglich ihre materiellen Hüllen wechseln. Somit ist das Konzept des Karmas mit dem Glauben an die Seelenwanderung geknüpft.

Seele

Der meist mit "Seele" übersetzte Begriff „Atman“ ist das Selbst des Menschen, das unabhängig vom Individuum besteht und unveränderlich ist. Bei der Wiedergeburt inkarniert das Atman in einem neuen Lebewesen. Hindus glauben an eine ewige Seele, die mehrere irdische Existenzen durchläuft. Das Karma „haftet“ am Atman und bestimmt die Existenzform nach der Wiedergeburt – je nachdem, ob ein Mensch in seinem vorigen Leben überwiegend gute oder überwiegend schlechte Taten vollbracht hat. Demgemäß kann das Karma als Summe aller bisherigen Handlungen eines Menschen verstanden werden, die sich auf seine zukünftigen Existenzformen auswirken.

Hinduistische Namensgebungszeremonie „Namkaran“

Namensgebung "NAMKARAN"

Der Hinduismus ist eine sehr offene Religion. Über Generationen gewachsene Familientraditionen beim Praktizieren des Hinduismus spielen deshalb eine wesentliche Rolle. Deshalb können Zeremonien in ihrer Ausführung und Länge variieren.

Die Namkaran-Zeremonie wird etwa eine Woche nach der Geburt eines Kinds durchgeführt.

- Reinigung

Mutter und Kind werden von der Geburt körperlich und spirituell gereinigt, indem beide, vorzugsweise im Wasser des Ganges, gebadet werden.

Die spirituelle Reinigung erfolgt durch einen Priester mit Mantras in Sanskrit, Rauch (Weihrauch, Räucherstäbchen), Wasser und Feuer.

Für beide ist die körperliche und spirituelle Reinigung auch eine Segnung.

Das Kind wird mit all seinen vorigen Leben rein in seinem neuen Leben begrüßt. Die Mutter wird von den Strapazen der Schwangerschaft und der Geburt gereinigt.

- Vorbereitungen

Kajal herstellen. Dazu wird eine Banane auf einer Seite dünn mit Butter eingerieben. Diese Seite wird über ein Feuer (Kerze) gehalten, bis sich der Ruß mit der Butter stark genug vermischt hat. Dieses Ruß-Butter-Gemisch wird meistens mit dem Ringfinger der rechten Hand aufgetragen.

Das Kind wird in Festtagsgewand gekleidet und mit Blumenketten geschmückt. Seine Augenlider werden mit Kajal geschminkt. Mit Sandelpaste werden von der Familie, als Schmuck, Punkte in das Gesicht des Babys getupft.

Ein Elternteil tupft ein bis zwei schwarze Punkte auf eine Schläfe des Kindes. Die schwarzen Punkte sollen vor bösen Geistern schützen und Gesundheit bringen.

Die Eltern binden sich vor der Zeremonie entweder eine rote oder schwarze Schnur, manchmal auch einen Kupferdraht um die Hüfte (als Schutz für das Kind).

Heutzutage entscheiden oft die Eltern über den Namen des Kindes. Traditonsgemäss werden von den älteren Familienmitgliedern sowie vom Priester (Pandit, Pujari, Brahmane) oder Guru den Eltern mehrere Namen für das Kind vorgeschlagen.

Aus diesen wählen die Eltern einen Hauptnamen aus und entscheiden, ob das Baby auch Zusatznamen haben soll und, falls ja, wie viele und welche. Der Name, den die Eltern aus diesen Vorschlägen ausgesucht haben, wird vom Vater auf einen Zettel geschrieben, jedoch vorerst nicht verraten. Nur der Vater und die Mutter kennen den Namen. Ihre Entscheidung wird erst während der Zeremonie bekannt gegeben.

- Zeremonie

Der Priester nimmt eine Blüte, taucht sie ins Wasser vom Ganges. Er betupft damit den Kopf der Mutter, des Vaters und des Kindes, und segnet sie so begleitet von Mantras in Sanskrit.

Dann werden zwei Flammen entzündet: eine mit dickem und eine mit dünnem Docht. Sobald beide Flammen brennen, blicken die Eltern in die Flammen und denken dabei an den Namen ihres Kinds. Mit dem Gedanken „Das soll der Name unseres Kindes sein“ bestätigen sie die Entscheidung, die sie getroffen haben.

Der ausgesuchte Name wird zuerst von der Mutter in das linke Ohr des Kindes geflüstert. Danach nimmt der Vater das Kind und flüstert ihm ebenfalls seinen Namen in sein linkes Ohr. Dann sagen beide Elternteile ganz leise (flüsternd): „Ab jetzt heißt du [NamedesKindes]!“ Einige der Anwesenden haben den Namen vielleicht gehört, jedoch nicht alle.

Der Priester rezitiert Mantras in Sanskrit als Segen für das Kind, das gerade seinen Namen erhalten hat. Danach wird der Name des Kindes laut und deutlich bekannt gegeben. Ab nun darf das Kind mit seinem Namen angesprochen werden.

Es folgt der Segen der Eltern für das Kind (die Eltern legen ihre Hände auf den Kopf des Kindes und sprechen Mantras in Sanskrit). Darauf folgt der Segen der älteren Familienmitglieder und dann von allen anderen.

Beim Segen für das Kind wird nicht nur spiritueller Segen gespendet, sondern es werden auch Geschenke überreicht (Kleidung, Schmuck, Geld, ein Versprechen für einen späteren Zeitpunkt usw.).

Danach findet ein großes Festmahl statt.


JUDENTUM

Allgemeines

Die jüdischeReligion ist die älteste der fünf Weltreligionen. Zugleich ist sie unter diesen fünf jene mit der kleinsten Glaubensgemeinschaft mit rund 13,5 Millionen Gläubigen weltweit.

Die religiösen Überlieferungen des Judentums sind schriftlich in der Thora festgehalten und werden mündlich in den Lehren desTalmud (Mischna, Gemara) weitergegeben. In der Thora (hebräisch für Gesetz oder Weisung), den fünf Büchern Mose, ist der Bund beschrieben, den Gott mit den Menschen und speziell mit dem jüdischen Volk geschlossen hat. In diesen Schriften sind auch die 613 Gebote festgehalten, an die sich fromme Juden und Jüdinnen halten müssen.

Neben verschiedenen Nachahmungen des Judentums, die meist von katholischen oder evangelischen Protestanten initiiert wurden, gibt es nur ein wahres Judentum.

Bar-Mizwa und Bat-Mizwa

Mit der Bar-Mizwa bzw. der Bat-Mizwa werden jüdische Buben und Mädchen religiös mündig. Ab diesem Zeitpunkt – Buben mitdreizehn Jahren und Mädchen schon mit zwölf Jahren – sind sie für das Einhalten und Beachten der jüdischen Gebote (Mizwa) verantwortlich und dürfen religiöse Aufgaben wahrnehmen.

In liberalen Gemeinden wird die religiöse Mündigkeit von Jungen und Mädchen gleich behandelt. In Orthodoxen Gemeinden nehmen Mädchen und Frauen nicht aktiv am Synagogengottesdienst teil.

Am Sabbat (Samstag, jüdischer Feiertag/Ruhetag) nach ihremdreizehnten bzw. zwölften Geburtstag werden die Jungen und Mädchen in einer würdevollen Zeremonie in den Bund Abrahams aufgenommen. Das Kind wird in der Synagoge nach vorne gerufen, um zum ersten Mal aus der Thora vorzulesen. Der Rabbiner zeigt mit dem silbernen Thorafinger auf einen Abschnitt der Thora. Dann berührt das Kind diese Stellen mit den Fransen seines Gebetsschals, küsst diesen und beginnt, mit klarer Stimme vor allen vorzulesen. Anschließend hält der Rabbiner eine Ansprache mit Segenswünschen für das Kind.

Nach dem Sabbat, wenn wieder Feuer und Musik gemacht werden dürfen, wird dann gefeiert. Bei einem Festessen mit Freunden und Verwandten spricht das Kind erstmals das Tischgebet. Außerdem gibt es Geschenke und es wird getanzt.

Namesgebung

Namensgebung bei Mädchen

Wenn ein Mädchen geboren wird, wird sein Name am 4. Sabbat (Samstag) nach dessen Geburt verkündet, wenn sein Vater zur Lesung aus der Thora aufgerufen wird.

Namensgebung Buben - Die Brit Mila (Beschneidung)

Mit der Beschneidung (Mila) gehen männliche Kinder den Bund (Berith, Bris, Brit) mit Gott ein, indem sie ein Stück von sich selbst hergeben. Zugleich wird im Zuge der Beschneidung auch der Name des Kinds bekannt gegeben.

Die Beschneidung findet, wie in der Bibel festgehalten, am achten Lebenstag statt. Durchgeführt wird dieses Ritual von einem ausgebildeten Fachmann (Mohel), meistens von einem Arzt. Der Gevatter (meist Großvater) hält den Jungen dabei auf seinem Schoß. Während der Beschneidung wird der Spruch „Er wachse heran zur Thora, zur Chuppa (Hochzeit)und zu guten Werken“ ausgesprochen und der Mohel verkündet danach zum ersten Mal laut den hebräischen Namen des Kindes. Beim anschließenden Festessen mit allen Freunden und Verwandten, die bei der Zeremonie anwesend waren, wird der Knabe beschenkt.

Im orthodoxen Judentum gibt es auch eine zweite symbolische Beschneidung, bei der mindestens ein Tropfen Blut sichtbar sein soll. Bei den liberalen bzw. progressiven Juden ist dies aber nicht der Fall.

Auslösung des Erstgeborenen

Wenn das erste Kind einer Familie männlich ist, muss es ab dem 31. Lebenstag ausgelöst werden.

Die Auslösung ist eine symbolische Opferhandlung, bei der man sich die Hände wäscht und ein Speiseopfer in Form von Brot und Salz darbringt. Danach legt der Vater das Kind vor den Kohen (Priester) und spricht die Worte: „Meine Frau gebar mir dieses männliche Kind.“ Der Kohen fragt den Vater daraufhin, ob er lieber das Kind haben möchte oder den Geldwert von mindestens 100 Gramm Silber, den er als Auslösung spenden soll. Der Vater erwidert, dass er lieber seinen Sohn haben möchte, und überreicht dem Kohen das Geld. Damit ist der Sohn ausgelöst. Abschließend segnet der Kohen das Kind und es gibt eine Festmahlzeit.

Die Pflicht der Auslösung besteht allerdings nur für die Israeliten, die nicht dem Stamm Levi angehören.

 


 

 


Lebensfeiern

FREIE TAUFE & NAMENSGEBUNGSFEIER

Bei einer freien Taufe oder auch Namensgebungsfeier erhält ein Kind seinen Namen, ohne danach einer Kirche oder Konfession anzugehören. Dennoch kann die Zeremonie auf Wunsch der Eltern wie eine kirchliche Taufe gestaltet werden. Sie wird jedoch nicht von einem oder einer Kirchen- oder Konfessionsangehörigen durchgeführt.

Bei der freien Taufe oder Namensgebungsfeier haben Sie die Möglichkeit, die Zeremonie nach Ihren Wünschen abzuändern oder ganz individuell zu gestalten. Der Ort, der Ablauf und die Rituale sind dabei frei wählbar.

Hier auf http://www.zeremonienleiter.com/ finden Sie freie Theologen und Theologinnen, Ritualbegleiter/-innen und Zeremonienleiter/-innen, die mit Ihnen gemeinsam das besondere Ereignis der Namensgebung im Leben Ihres Kindes planen und feiern.

GEBURTSFEST & WILLKOMMENSFEIER

Bei einem Geburtsfest oder einer Geburtsfeier wird das neugeborene Kind mit einer Zeremonie auf dieser Welt und in der Familie willkommen geheißen. Zugleich werden auch die Eltern gefeiert, die das neue Leben möglich gemacht haben und damit beschenkt wurden.

Das Geburtsfest oder die Geburtsfeier ist eine Zeremonie, in die die Familie oft aktiv mit eingebunden ist. Für die Planung des Ablaufs und der Rituale stehen Ihnen erfahrene Ritualbegleiter/-innen, freie Theologen und Theologinnen sowie Zeremonienleiter/-innen gerne zur Seite und zelebrieren mit Ihnen gemeinsam dieses besondere Ereignis.

Hier auf www.Zeremonienleiter.com finden Sie freie Theologen und Theologinnen, Ritualbegleiter/-innen und Zeremonienleiter/-innen, die das Geburtsfest Ihres Kinds mit Ihnen zusammen begehen.

ÜBERGANGSRITUALE & LEBENSWENDEN

Übergangsrituale sind Zeremonien, die bei Lebenswenden oder neuen Lebensabschnitten zelebriert werden. Im Lauf unseres Lebens finden viele Veränderungen statt, doch nur selten nehmen wir uns die Zeit, um diese einschneidenden Ereignisse gebührend zu feiern und zu würdigen. Bei Hochzeiten und Taufen tun wir dies ganz selbstverständlich, doch es gibt weit mehr lebensverändernde Ereignisse, die gefeiert werden sollten, wie:

  • Übergang vom Kind zum Erwachsenen
  • Veränderungen im Beruf (Firmenwechsel, Beförderung, Eintritt in den Ruhestand)
  • Abschluss einer Ausbildung
  • Umzug in eine neue Wohnung oder in ein Haus
  • Jede persönliche Veränderung oder Entscheidung, nach der ein neuer Weg im Leben beschritten wird

Eine Zeremonie hilft, Veränderungen zu realisieren, stärker wahrzunehmen, um danach den neuen Weg bewusster zu gehen.

Hier auf http://www.zeremonienleiter.com/ finden Sie Zeremonienleiter/-innen, die Ihr Übergangsritual mit Ihnen begehen. Sie stehen Ihnen bei der Planung des Ablaufs beratend zur Seite, schlagen Ihnen Rituale vor und zelebrieren mit Ihnen gemeinsam dieses besondere Ereignis des Wandels.