Über Beerdigungen im Buddhismus

Im Buddhismus ist der Tod nur der Übergang von einem Leben zum nächsten. Der Tod hat deshalb für Buddhisten eine sehr große Bedeutung weil es für die Verstorbenen der Beginn eines neuen Lebens, einer neuen Existenz ist.

Buddhistische Mönche zelebrieren keine Zeremonien des Lebens wie Hochzeiten. Die einzige Ausnahme sind Trauerfeiern und Trauerrituale, weil diese Zeremonien für die Toten so wichtig sind.

In der Trauerfeier werden den Verstorbenen Verdienste übertragen, die sie zu Lebzeiten erworben haben. Es wird um eine gute Wiedergeburt gebetet und dass die Verstorbenen weniger leiden müssen.

Die Bestattungsriten sind auch eine Feier für die Unsterblichkeit des Lebens. Ein wichtiger Teil der Lehre Buddhas.

Opfergabe für die Toten "mataka-vastra-puja"

Vor der Einäscherung des Leichnams wird den Mönchen Kleidung oder ein weißes Tuch gespendet, das sie während der Feierlichkeiten tragen.

Laut Mahaparinibbana Sutta wurden von Gott Sakka nach Buddhas Tod folgende Worte gesprochen:

"Unbeständige Gebilde sind Gebilde,
die steigen und fallen.
Auferstanden hören sie auf;
ihr Abklingen ist Glückseligkeit."

Wasser in ein überquellendes Gefäß gießen

Wasser in ein bereits volles Glas gießen ist die Zeremonie, in der die Verdienste des Toten weitergeleitet werden. Über den Rand hinaus.

Dazu wird folgender Text gesprochen:

"Wenn das auf einem Hügel regnende Wasser
ins Tal fließt, kommt das,
was hier gegeben wird, auch
den Toten zugute."

"Wenn Flüsse voller Wasser
den Ozean füllen, kommt
auch das, was hier gegeben wird,
den Toten zugute."

Die Predigt für die Toten "Mataka-Bana"

Am 3. oder am 6. Tag nach der Totenfeier kommt ein Mönch und hält eine einstündige Predigt für die Familie, Verwandte und Freunde. Danach ladet die Familie zu einem Essen ein.

Im Namen der Toten "mataka-dana"

Dieser Brauch besagt dass man im Gedenken an den Verstorbenen ein Almosen spenden soll. Alle 3 Monate im ersten Jahr und danach jährlich.

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