Wenn das erste Kind einer Familie männlich ist, muss es ab dem 31. Lebenstag ausgelöst werden. Die Auslösung ist eine symbolische Opferhandlung, bei der man sich die Hände wäscht und ein Speiseopfer in Form von Brot und Salz darbringt.

Danach legt der Vater das Kind vor den Kohen (Priester) und spricht die Worte: „Meine Frau gebar mir dieses männliche Kind.“ Der Kohen fragt den Vater daraufhin, ob er lieber das Kind haben möchte oder den Geldwert von mindestens 100 Gramm Silber als Auslösung spenden will. Der Vater erwidert, dass er lieber seinen Sohn haben möchte, und überreicht dem Kohen das Silber oder den Gegenwert in Geld. Damit ist der Sohn ausgelöst.

Abschließend segnet der Kohen das Kind und es gibt eine Festmahlzeit.

Die Pflicht der Auslösung besteht allerdings nur für die Israeliten, die nicht dem Stamm Levi angehören.

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