Namensgebung der Mädchen

Wenn ein Mädchen geboren wird, wird sein Name am 4. Sabbat (Samstag) nach dessen Geburt der Gemeinde verkündet, wenn sein Vater zur Lesung aus der Thora aufgerufen wird.

"Brit Mila" Namensgebung der Buben

Mit der Beschneidung (Mila) gehen männliche Kinder den Bund (Berith, Bris, Brit) mit Gott ein, indem sie bei der Beschneidung ein Stück von sich selbst hergeben. Zugleich wird im Zuge der Beschneidung auch der Name des Kinds bekannt gegeben.

Die Beschneidung findet, wie in der Bibel festgehalten, am achten Lebenstag statt. Durchgeführt wird dieses Ritual von einem ausgebildeten Fachmann (Mohel), meistens ein Arzt.

Der Gevatter (meist Großvater) hält den Jungen dabei auf seinem Schoß. Während der Beschneidung wird der Spruch „Er wachse heran zur Thora, zur Chuppa (Hochzeit)und zu guten Werken“ ausgesprochen und der Mohel verkündet danach zum ersten Mal laut den hebräischen Namen des Kindes.

Beim anschließenden Festessen mit allen Freunden und Verwandten, die bei der Zeremonie anwesend waren, wird der Knabe beschenkt.

Im orthodoxen Judentum gibt es auch eine zweite symbolische Beschneidung, bei der mindestens ein Tropfen Blut sichtbar sein soll. Bei den liberalen bzw. progressiven Juden ist dies aber nicht der Fall.

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