Was ist ein Trauredner?
Was ist ein Trauredner und was macht er?
Ein Trauredner gestaltet und leitet eure persönliche freie Trauung. Dafür lernt er eure Geschichte in Gesprächen kennen, schreibt eine Traurede und führt euch und eure Gäste am Hochzeitstag durch die Zeremonie. Ihr entscheidet, welche Beiträge und Rituale ihr in die Zeremonie aufnehmen möchtet und welche Themen in der Rede unerwähnt bleiben.
Welche Aufgaben ein Trauredner übernimmt
Die Arbeit des Trauredners beginnt vor dem Hochzeitstag. Was ihr ihm erzählt, bildet die Grundlage für seine Rede und für den Ablauf der Zeremonie. Am Tag selbst spricht er nicht nur den vorbereiteten Text. Er führt auch durch die Teile, die ihr gemeinsam vorgesehen habt. So gehören Vorbereitung und Leitung zur selben Aufgabe.
Was ihr vom Gespräch bis zur Trauung bekommt
Eure Geschichte erzählen
In ein bis zwei Gesprächen erzählt ihr dem Trauredner von eurer gemeinsamen Geschichte.
Eine eigene Rede hören
Aus euren Angaben schreibt er eine Rede für eure Trauung.
Einen geordneten Ablauf bekommen
Er stimmt Rede, Musik und eure Beiträge für die Zeremonie aufeinander ab.
Durch die Trauung geführt werden
Am Hochzeitstag begrüßt er eure Gäste und kündigt die nächsten Teile an.
Welche Arbeiten zu seinem Auftrag gehören, hängt vom vereinbarten Leistungsumfang ab. Seine Rede und seine Ansagen betreffen die Zeremonie selbst. Aufgaben anderer Beteiligter werden dadurch nicht automatisch zu seinen Aufgaben. Für einen Trauredner sind in Deutschland 500–1.800 € üblich, in Österreich 900–1.500 € und in der Schweiz 1.500–2.800 CHF. Welche Leistungen darin enthalten sind, erklärt der Ratgeber „Trauredner-Kosten verstehen“.
Wie die Zusammenarbeit mit dem Trauredner abläuft
Die Zusammenarbeit mit dem Trauredner baut auf euren Angaben auf. Nach einem Kennenlernen folgen häufig ein bis zwei ausführliche Gespräche. Dabei geht es nicht darum, eine allgemeine Rede mit euren Namen zu versehen. Er braucht eure eigene Geschichte, um über euch zu schreiben. Ihr könnt dabei auch festlegen, was in der Rede unerwähnt bleiben soll.
Worauf es bei der Wahl ankommt, steht im Ratgeber „Gute Trauredner erkennen“.
Wie aus euren Angaben eine Rede wird
Ihr lernt den Trauredner kennen
Ihr sprecht zunächst mit dem Trauredner, bevor die ausführlichen Gespräche folgen.
Ihr erzählt eure Geschichte
Ihr berichtet von eurem Kennenlernen, gemeinsamen Wendepunkten und Themen, die er auslassen soll.
Ihr bekommt Rede und Ablauf
Aus euren Angaben schreibt er die Rede und ordnet die Teile der Zeremonie.
Der Trauredner nutzt eure Angaben aus den Gesprächen für zwei miteinander verbundene Aufgaben. Er formuliert die persönliche Rede und legt fest, wie sie sich in die übrigen Teile der Trauung einfügt. Eure Angaben bestimmen damit nicht nur, was er über euch sagt. Sie helfen auch dabei, Beiträge und Ansagen im Ablauf einzuordnen.
Der Trauredner führt durch Rede und Rituale
Während der Zeremonie ist der Trauredner die Person, die zu euch und euren Gästen spricht. Er begrüßt euch, hält die persönliche Rede und sagt an, welcher Teil als Nächstes folgt. Eine freie Trauung dauert häufig etwa 40 bis 60 Minuten. Die Rede ist nur ein Teil dieser Zeit. Seine Aufgabe reicht deshalb über das Vorlesen eines Textes hinaus.
Was ihr während der Zeremonie von ihm hört
Eine Begrüßung
Er begrüßt euch und eure Gäste vor der persönlichen Rede.
Ansagen zu euren Beiträgen
Wenn ihr es wünscht, kündigt er Musik, Eheversprechen und Ringtausch an.
Angepasste Ansagen
Bei Regen oder einer Verspätung passt er seine Ansagen zum weiteren Ablauf an.
Bei Livemusik kommt es auch auf den Übergang vom Musikbeitrag zu seiner Rede an. Der Trauredner stimmt seine Ansagen darauf ab, damit die Beteiligten wissen, welcher Teil folgt. Ändert sich am Hochzeitstag etwas, kann er seine Worte an die Situation anpassen. Wie früh ihr den Trauredner buchen solltet, erklärt der Ratgeber „Den richtigen Buchungszeitpunkt finden“.
Was seine Leitung nicht automatisch umfasst
Wie Gäste den weiteren Ablauf erfahren
Eure Gäste kennen den vereinbarten Ablauf nicht unbedingt. Der Trauredner sagt deshalb laut an, was gerade beginnt. Bei der Begrüßung erfahren sie, wie die Zeremonie startet. Später kündigt er Beiträge an, statt die Gäste selbst erraten zu lassen, wer nun spricht oder wann die Musik einsetzt.
Wie eure Gäste den nächsten Teil erkennen
Zu Beginn
Bei der Begrüßung hören eure Gäste, wie die Zeremonie beginnt.
Vor einem Musikbeitrag
Er kündigt den musikalischen Beitrag vor der nächsten Rede an.
Vor einem Familienbeitrag
Er nennt die Person, die nun spricht.
Nach einer Pause
Wenn Tränen eine Pause auslösen, wartet er und macht danach mit dem nächsten Teil weiter.
Seine Ansagen verbinden die Beiträge anderer Personen mit der Rede. Gerade bei einer Pause muss er nicht sofort weitersprechen. Er kann warten und anschließend den nächsten Teil ankündigen. Damit er weiß, welche Beiträge ihr vorgesehen habt, besprecht ihr den Ablauf vor der Trauung. Wie ihr euch auf die Gespräche vorbereitet, erklärt der Ratgeber „So läuft die Zusammenarbeit ab“.
Wie der Trauredner das Paar entlastet
Während eurer Trauung müsst ihr nicht selbst durch das Programm führen. Der Trauredner übernimmt die Ansagen für euch und eure Gäste. Da eine Zeremonie häufig etwa 40 bis 60 Minuten dauert, betrifft das mehr als den Beginn und das Ende. Er spricht auch dann, wenn nach einem Beitrag der nächste Teil folgen soll.
Welche Ansagen ihr nicht selbst übernehmen müsst
Vor Musik
Er sagt euren Gästen, wann ein musikalischer Beitrag beginnt.
Vor einem Ritual
Er kündigt ein vorgesehenes Ritual an.
Nach dem Eheversprechen
Er leitet zum nächsten Teil der Zeremonie über.
Bei einer Unterbrechung
Er erklärt euch und euren Gästen, wie es weitergeht.
Diese Leitung nimmt euch eine konkrete Aufgabe ab. Ihr braucht während der Zeremonie weder die Gäste anzusprechen noch nach einer Unterbrechung selbst den nächsten Teil einzuleiten. Was der Trauredner darüber hinaus übernimmt, richtet sich nach eurer Vereinbarung. Welche Arbeiten ihr darin festhalten könnt, beschreibt der Ratgeber „Vertrag und Leistungen prüfen“.
Welche Leistungen ein Trauredner meist bietet
Zur Arbeit eines Trauredners gehören häufig Gespräche, eine persönliche Rede und die Leitung der Trauung. Auch der Ablauf entsteht aus der Vorbereitung mit euch. Die gesprochene Rede dauert oft etwa zehn bis fünfzehn Minuten. Daran allein lässt sich seine Arbeit nicht ablesen, denn er bereitet die Zeremonie vor und führt am Hochzeitstag durch sie.
Welche Arbeiten häufig dazugehören
Gespräche mit euch
Häufig gehören ein bis zwei Gespräche zur Vorbereitung.
Eure persönliche Rede
Er schreibt die Traurede aus euren Angaben.
Der Ablauf
Er ordnet die Teile der Zeremonie.
Die Leitung
Er führt am Hochzeitstag durch die Trauung.
Die Arbeit am Text und das Sprechen am Hochzeitstag sind also Teile derselben Leistung. Zugleich umfasst die Leitung der Zeremonie nicht automatisch alles, was vor Ort gebraucht wird. Für Technik, Stühle und Dekoration könnt ihr oder eine andere beauftragte Person zuständig sein. Der genaue Umfang richtet sich danach, was ihr mit dem Trauredner vereinbart habt.
Was ihr nicht automatisch dazubekommt
Warum Trauredner keine rechtsgültige Ehe schließen
Eure persönliche Zeremonie kann der Trauredner auch außerhalb einer Kirche leiten. Rechtlich verheiratet seid ihr durch diese freie Trauung jedoch nicht. Sie hat keine zivilrechtliche Wirkung. Wenn ihr eine rechtlich anerkannte Ehe schließen möchtet, braucht ihr zusätzlich die Eheschließung bei der zuständigen Stelle. Die persönliche Zeremonie und die rechtliche Eheschließung erfüllen damit unterschiedliche Aufgaben.
Was die freie Trauung rechtlich bedeutet
Ihr könnt während der freien Trauung ein Eheversprechen sprechen oder Ringe tauschen. Diese Teile gehören zu eurer persönlichen Zeremonie. Sie ändern nicht, wann eine Ehe rechtlich zustande kommt. Der Trauredner leitet also die Trauung, die ihr mit ihm gestaltet. Für die rechtliche Eheschließung ist die zuständige Stelle verantwortlich.
Welche Aufgaben trotz Trauredner beim Paar bleiben
Der Trauredner verantwortet häufig den Inhalt und die Leitung eurer Zeremonie. Daraus folgt nicht, dass er eure gesamte Hochzeit organisiert. Auch Dinge, die während seiner Rede benötigt werden, können in der Verantwortung anderer liegen. Dann sorgt ihr selbst oder eine andere beauftragte Person dafür, dass diese Dinge vor Ort sind.
Was rund um seine Rede geklärt sein sollte
Bei einer Trauung im Freien zeigt sich die Trennung der Aufgaben deutlich. Wenn Regen den Ablauf unterbricht, kann der Trauredner seine Ansagen ändern. Die praktische Reaktion auf das Wetter übernimmt er damit nicht automatisch. Auch Gegenstände, die ihr für die Zeremonie braucht, stellt er nicht automatisch bereit. Seine Leitung sorgt nicht von selbst dafür, dass Technik, Stühle oder Dekoration vorhanden sind.
Leitung ist nicht Gesamtorganisation
Der Ablauf zwischen Einzug und Auszug
Zwischen Einzug und Auszug kann der Trauredner unterschiedliche Teile miteinander verbinden. Nach dem Einzug begrüßt er zum Beispiel eure Gäste und hält die persönliche Rede. Musik kann an mehreren Stellen erklingen. Welche weiteren Teile folgen, hängt von euren Wünschen ab. Die freie Trauung verlangt keinen festen Ablauf mit allen traditionellen Elementen.
Welche Teile eure Trauung enthalten kann
Der Trauredner kündigt die vorgesehenen Teile an und führt von einem zum nächsten. Dabei müsst ihr weder einen Ringtausch noch einen Kuss einplanen. Auch ein Ritual ist eine Möglichkeit und keine Pflicht. Entscheidend für seine Arbeit ist, dass er den Ablauf kennt, den ihr für eure Trauung gewählt habt.
Wie die persönliche Geschichte zur Traurede wird
Die persönliche Traurede entsteht aus dem, was ihr dem Trauredner über euch erzählt. Euer Kennenlernen und gemeinsame Wendepunkte können darin vorkommen. Ihr könnt aber ebenso festlegen, welche Themen er auslässt. So schreibt er einen Text über eure Geschichte statt einer allgemeinen Rede. Gesprochen dauert dieser Teil häufig etwa zehn bis fünfzehn Minuten.
Welche Angaben eure Rede prägen
Euer Kennenlernen
Ihr erzählt, wie eure gemeinsame Geschichte begann.
Gemeinsame Wendepunkte
Ihr nennt Ereignisse aus eurer gemeinsamen Geschichte, die in die Rede einfließen können.
Unerwünschte Themen
Ihr sagt, was der Trauredner nicht erwähnen soll.
Der Trauredner verarbeitet mehrere eurer Angaben zu einer Rede. Er muss dafür nicht alles verwenden, was ihr ihm erzählt. Eure Grenzen gehören ebenso zu den Vorgaben für den Text wie die Geschichten, über die er sprechen darf. Die fertige Rede bleibt ein Teil der gesamten Trauung. Zwischen ihren Abschnitten können weitere Beiträge liegen, die er im Ablauf ansagt.
Passende Trauredner finden
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Bereit für euren Trauredner?
Auf unserer Übersichtsseite findet ihr Trauredner sortiert nach Land und Region. Dort seht ihr, wer in eurer Nähe arbeitet.
Häufige Fragen rund um Trauredner
Nein. Auch wenn ein Trauredner euch durch eine feierliche Zeremonie führt, entsteht dadurch keine rechtsgültige Ehe. Dafür ist eine gesonderte Eheschließung bei der zuständigen staatlichen Stelle erforderlich.
Ja, ein Trauredner kann religiöse Texte oder Beiträge einbeziehen, wenn ihr das möchtet. Genauso könnt ihr auf religiöse Elemente verzichten und die Zeremonie weltlich gestalten.
Das ist möglich, wenn der Trauredner die benötigten Sprachen beherrscht oder Beiträge anderer Personen einbindet. So können auch Gäste, die nicht alle Sprachen verstehen, wichtige Teile eurer Zeremonie mitverfolgen.
Ja, ein Trauredner kann die Zeremonie auch nur für euch beide gestalten. Die Rede und mögliche Beiträge richten sich dann unmittelbar an euch und nicht an eine größere Gesellschaft.
Ja, ein Trauredner kann auch eine Zeremonie zur Erneuerung eures Eheversprechens leiten. Dabei kann die Rede eure gemeinsame Zeit aufgreifen; eine erneute Eheschließung findet dadurch nicht statt.

